Die BR 86 aus 2854 vor dem Umbau
Bild 1: Die BR 86 aus 2854 vor dem Umbau

1 Benötigtes Werkzeug und Vorbereitung

  • 1 Schraubendreher (Schlitz, ca. 3 mm)
  • 1 Seitenschneider
  • 1 Lötkolben + Lötzinn
  • Isolierband
  • Schaltlitze (z. B. 0.14 mm²), idealerweise in mehreren Farben (s. u.)
  • Schrumpfschlauch (ca. 20 cm Länge, 1.5 mm → 0.5 mm)
  • [2 Mikroglühlampen (d = 3-4 mm)] oder [LEDs + Vorwiderstände und Gleichrichter]
Die benötigten Werkzeuge und Materialien
Bild 2: Die benötigten Werkzeuge und Materialien

2 Öffnen des Gehäuses und Blick ins Innere der Lok

Eine zentrale Schraube hält das Gehäuse am Fahrgestell
Bild 3: Eine zentrale Schraube hält das Gehäuse am Fahrgestell.
Das Lokgehäuse wird vorsichtig vom Fahrgestell abgehoben
Bild 4: Mit etwas Gefühl lässt sich das Gehäuse abheben. Die Schraube sollte man direkt wieder ins Gewinde drehen, um sie nicht zu verlieren.
Beschriftete Komponenten im Inneren der Lok
Bild 5: Die Komponenten im Inneren der Lok.

3 Ausbau des Fahrtrichtungsumschalters

Der analoge Fahrtrichtungsumschalter ist noch in der Lok eingebaut
Bild 6: Der analoge Fahrtrichtungsumschalter wird im Digitalbetrieb nicht mehr benötigt. Seinen Platz soll der Decoder einnehmen. I. d. R. ist der Fahrtrichtungsumschalter mit einer Schraube am Lokgehäuse befestigt. Diese Schraube wird gelöst und der Umschalter aus dem Gehäuse entfernt. Um die Kabel kümmern wir uns in den nächsten Schritten.
Der Fahrtrichtungsumschalter ist ausgebaut
Bild 7: Der Fahrtrichtungsumschalter ist draußen. Auch hier sollte die Schraube gleich wieder ins Gewinde gedreht werden (bevor sie eigenmächtig verschwindet...).
Die drei schwarzen Kabel des Fahrtrichtungsumschalters
Bild 8: Den roten oder den blauen Draht? Nein! Alle drei schwarzen! Und der Fahrtrichtungsumschalter ist endgültig frei!
Die drei Anschlusskabel des Motors und die Kabeldurchführung zum Mittelschleifer
Bild 9: Hier sind die drei Anschlusskabel des Motors sichtbar und in der Mitte des Gehäuses die Kabeldurchführung zum Mittelschleifer.
Die Verbindung zum Mittelschleifer wird durchtrennt
Bild 10: Die Verbindung zum Mittelschleifer wird ebenfalls durchtrennt.

4 Vorbereitung des Decoders

Der TAMS LD-W-32.2 Decoder wird vorbereitet
Bild 11: Jetzt kümmern wir uns um den Decoder. Ich verwende hier den relativ günstigen Tams LD W 32.2. Die Belegung der Lötkontakte ist hier oder in der Herstellerdokumentation beschrieben.
Die Kontakte des Decoders werden mit Lötzinn versehen
Bild 12: Alle Kontakte des Decoders (die kleinen goldenen Quadrate) müssen jetzt mit etwas Lötzinn versehen werden, um die Drähte anzuschließen.
Der Decoder nach dem Verzinnen der Kontakte
Bild 13: Mit dem Lötzinn sollte der Decoder ungefähr so aussehen.
Kabel und Kondensator liegen neben den vorgesehenen Lötstellen
Bild 14: Zur Orientierung liegen hier schon mal die Kabel und der Kondensator neben ihren zukünftigen Lötstellen
Kabel und Kondensator sind am Decoder angelötet
Bild 15: Schwupp! Kabel und Kondensator sind angelötet.
Schrumpfschlauch und Isolierband schützen die Leitungen und den Kondensator
Bild 16: Jeder Draht wird mit einem kurzen Stück Schrumpfschlauch vorbereitet (nur aufgeschoben, nicht erhitzt!). Dieses wird später an der Verbindungsstelle zwischen den Decoderdrähten und den Drähten der Lok bzw. des Motors benötigt. Die Anschlussdrähte des Kondensators werden mit Isolierband umwickelt, damit es später im Gehäuse keine Kurzschlüsse gibt.

5 Anschluss des Motors und des Mittelschleifers

Die Decoderdrähte sind mit den Motorleitungen verbunden
Bild 17: Der blaue und der grüne Draht werden mit den Zuleitungen der Motorspule verlötet und mit dem Schrumpfschlauch überzogen. Der schwarze Draht wird mit dem dritten Anschluss des Motors verbunden und der rote Draht mit dem Draht zum Mittelschleifer verbunden. Die Verbindungsstellen werden jeweils mit dem Schrumpfschlauch überzogen.
Der Mittelschleifer wird mit dem roten Decoderdraht verbunden
Bild 18: Der Mittelschleifer (B in der Märklinbeschriftung) wird mit dem roten Draht am Decoder verbunden.
Der braune Decoderdraht wird mit dem Lokgehäuse verbunden
Bild 19: Der braune Draht wird an einer beliebigen Stelle mit dem Lokgehäuse verbunden. Hier wird die Schraube verwendet, die zuvor den analogen Umschalter festhielt. Das Lokgehäuse ist über die Räder und die Gleise geerdet ("Masse"). Damit sind alle elektrischen Verbindungen hergestellt und eine erste Probefahrt empfiehlt sich. Wenn der Tams Decoder noch nicht programmiert wurde, kann er über Lokadresse 3 gesteuert werden.

6 Wechsel und Anschluss der Beleuchtung

Die ursprüngliche Beleuchtung mit Rückleitung über die Gehäusemasse
Bild 20: Die Beleuchtung hat im Analogbetrieb nur eine Zuleitung, da die Rückleitung über die Gehäusemasse erfolgt. Dies ist mit dem gewählten Decoder nicht möglich (er könnte dadurch zerstört werden!). Stattdessen muss eine Mikro-Glühlampe mit zwei Leitungen verwendet werden. Trotz der bekannten Vorteile von LEDs (lange Haltbarkeit, geringer Stromverbrauch) ist hier eine Mikroglühlampe empfehlenswert. Eine LED würde einen Vorwiderstand und einen Gleichrichter zusätzlich benötigen und die Lichtfarbe entspricht selten der von Glühlampen bekannten.
Eine Mikroglühlampe neben der ausgebauten Lampenhalterung der Lok
Bild 21: Eine Mikro-Glühlampe (D = 4 mm); einmal alleine, einmal in der ausgebauten Lampenhalterung der Lok.
Der Rückleiter am Decoder wird für die vordere und hintere Beleuchtung aufgeteilt
Bild 22: Der Rückleiter am Decoder wird für die Beleuchtung vorne und hinten verwendet, daher müssen aus einem Draht zwei werden...
Der Schrumpfschlauch isoliert die Lötverbindung der Beleuchtungsleitungen
Bild 23: Der Schrumpfschlauch versteckt und isoliert die Lötverbindung. Der gelbe und der rote Draht werden die Zuleitungen für Front- und Heckbeleuchtung.
Die hintere Beleuchtung ist in die vorhandene Fassung geklemmt
Bild 24: Die hintere Beleuchtung wird in die vorhandene Fassung geklemmt. Ja, das könnte schöner sein, wird aber bei normalem Betrieb funktionieren und bei geschlossenem Gehäuse nie mehr gesehen.
Die Glühlampe ist in die Halterung geklemmt und die beiden Leitungen sind verbunden
Bild 26: Die Glühlampe ist in die Halterung geklemmt und die beiden Leitungen verbunden. Jetzt sollte geprüft werden, ob die Beleuchtungsrichtung zur Fahrtrichtung passt. Falls nicht, muss statt des grauen das gelbe Kabel mit der Frontleuchte verbunden werden. Das andere wird entsprechend an die Glühlampe der hinteren Beleuchtung angeschlossen. Der Decoder ist nun vollständig verkabelt.

7 Abschluss des Umbaus

Die zusätzlichen Beleuchtungskabel neben dem Motor
Bild 27: Da für die Beleuchtung nun zwei statt nur einem Kabel nach hinten geführt werden müssen, wird es etwas eng neben dem Motor.
Der Decoder ist mit Isolierband gegen Kontakt mit dem Fahrgestell geschützt
Bild 28: Der Decoder wird mit Isolierband umwickelt, so dass die leitfähigen Teile nicht mit dem Fahrgestell der Lok in Kontakt kommen.
Decoder und Kabel liegen in der Lücke des ehemaligen Fahrtrichtungsumschalters
Bild 29: Decoder und Kabel werden in der Lücke platziert, die der analoge Fahrtrichtungsumschalter hinterlassen hat.
Das Gehäuse wird nach dem Verlegen der Kabel wieder aufgesetzt
Bild 30: Sobald die Kabel im Gehäuse verlegt sind, kann das Gehäuse wieder aufgesetzt und festgeschraubt werden.